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Hier sollen bemerkenswerte Projekte über Max Reger
und seine Kompositionen vorgestellt werden,
vergangene, gegenwärtige sowie zukünftige.
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Nachricht
2009:

>2008: München Bad Homburg Nittenau Bremen Köln Leipzig San Francisco
> 2007:
> Bayreuth 2007 Von Bach und über Bach..
> INTERNATIONALE MAX-REGER-AKADEMIE 2006-2009
> Jakob Fichert: Max Reger und das Klavier
> Prof. Kurt Seibert: Klaviermusik von Johannes Brahms und Max Reger
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2009 Ein Fest für Max Reger

Ein Musikfest für Max Reger
30. November bis 2. Dezember 2009

München Herkulessaal
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Hochschule für Musik und Theater Eine Initiative der Internationalen Max-Reger-Gesellschaft

Max Reger in München
Der geniale, hyperkomplexe Komponist und gefeierte Pianist (1873–1916) lebte von 1901 bis 1907 in München. Unter anderem wohnte er in der Wörthstraße, der Preysingstraße und der Viktor-Scheffel-Straße. Für kurze Zeit war er Dozent für Komposition an der Münchner Akademie für Tonkunst. Sein Grab befindet sich seit 1930 auf dem Münchner Waldfriedhof.

Zwei Klaviere
Montag, 30. November 2009, 20 Uhr
Herkulessaal der Residenz
Johann Sebastian Bach:
Goldberg-Variationen
in einer Fassung für zwei Klaviere von Josef Rheinberger von Max Reger revidiert
Konzert mit Einführung
Yaara Tal & Andreas Groethuysen
1883 hat Joseph Rheinberger, der wie Reger ein Wahlmünchner war, die Goldberg-Variationen (ursprünglich für einen Cembalo mit zwei Manualen) auf zwei Klaviere (also für zwei getrennte Manuale) übertragen und behutsam weitere Stimmen hinzugefügt. Circa 20 Jahre später revidierte der Komponist und Pianist Max Reger mit einigen Text-Modifikationen diese Bearbeitung, wobei er noch eigene Angaben zu Dynamik, Artikulation und Tempi machte. Die Veränderungen geben dem Werk zusätzliche Farbigkeit und Pracht, wobei der Geist des Bachschen Originals gewahrt bleibt.
Karten
Konzertagentur Paul Lenz München-Ticket
Tel. 089-39 59 34 Tel. 0180-54 81 81 81
www.muenchenticket.de
Die CD „Goldberg Variations„erscheint am 13.11.09 bei Sony.

Liederabend
Dienstag, 1. Dezember 2009, 19 Uhr (?)
Bayerische Akademie der Schönen KünsteMax-Joseph-Platz 3
Max Reger:
Ausgewählte Lieder sowie aus „Schlichte Weisen„ op. 76
Gustav Mahler:
Lieder aus „Des KnabenWunderhorn„
Frauke May, MezzosopranBernhard Renzikowski, Klavier
Einführung:Prof. Dr. Susanne Popp,Max-Reger-Institut Karlsruhe
Reger und Mahler hatten grundsätzlich verscheidene Ansichten zum Vertonen von Texten. Reger war es ein ernstes Anliegen, durch sein Komponieren mit Dichtern seiner Zeit in Verbindung zu stehen. Mahler hingegen sah es als „Barbarei„ an, vollendete Gedichte in Musik zu setzen. Die Volkspoesie aus „Des Knaben Wunderhorn„ wurde daher sein „Felsblock„ zur eigenen dichterischen Ausgestaltung und zum Weitererzählen. Dieser Liederabend stellt beide Herangehensweisen einander gegenüber.
Eintritt frei
Die CD „Max Reger: Schlichte Weisen op. 76„ ist bei Arte Nova erschienen.

Orgel
Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19 Uhr
Großer Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater Arcisstraße 12
Francis Poulenc
Aubade – Concerto choreographique (Transkription: Hansjörg Albrecht)
Wolfgang Amadeus Mozart
Adagio und Fuge c-moll KV 426/546
Max Reger
Fantasie über den ChoralEin feste Burg ist unser Gott op. 27
Fantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 für Orgel
Wolfgang Amadeus Mozart
Intrada und Fuge C-Dur KV 399 (Bearbeitung: Franz Lehrndorfer)
Francis Poulenc
Konzert für 2 Klaviere und Orgel
Hansjörg Albrecht, OrgelBabette Haag, Schlagzeug (?)
Yaara Tal & Andreas Groethuysen, Klavier

Karten
7,– € , ermäßigt 5,– € München-Ticket
Tel. 0180-54 81 81 81
www.muenchenticket.de

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2009 Max Reger Forum Leipzig

MAX-REGER-FORUM Leipzig 2009

Aufbruch in die Moderne
30. April bis 3. Mai 2009
eine Zusammenarbeit Hochschulen für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig,
der Hochschule für Künste Bremen und der Hochschule für Musik und Theater München

Gesamtprogramm 2009

Hochschule für Musik und Theater Leipzig

Hochschule für Künste Bremen

Landesmusikakademie Tühringen

2009 Riemann - Reger- Brahms

8. bis 10. Mai 2009
Landesmusikakademie Thüringen:
- Liederabend mit Riemann-Reger-und Brahmsliedern
- Vortrag zur Riemannschen Harmonielehre aus Weimar
- Klaviermusik von Reger aus seiner Riemann-Zeit
- Klavierkurs
- u.a. mit Boris Cepeda

Info: www.landesmusikakademie-sondershausen.de/page_neu/home.php

2009 Loritz-Tage Nittenau

17.-19. Mai 2009 Nittenau/Oberpfalz

Info: folgt


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2008 VI. Internationale Orgeltage Chemnitz

07. 09. bis 13. 09. 2008

Max Reger – Sigfrid Karg-Elert

Seminar

Dozent: Martin Schmeding

2008 Max Reger Fest in Kalifornien

Bay Area Max Reger Festival

14.9.- 8.10.2008
San Francisco St. Mary's Cathedral
Reno

6 Orgelkonzerte, u.a. mit Choralfantasien und op.63 Monologe

Isabelle Demers

Richard Gehrke

David Hatt
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2008 Komponisten im Landtag

Komponistenporträt Max Reger

am Dienstag, den 10. Juni 2008 um 20 Uhr

in den Plenarsaal des Landtags,
Deutschhausplatz 12, in Mainz.

Programm
Landtagspräsident Joachim Mertes: Begrüßung
Susanne Popp: Komponistenporträt Max Reger

Sechs Vortragsstücke Martin Emmerich (Violine)
(Suite a-Moll) op. 103 a Fabian Wankmüller (Klavier)
für Violine und Klavier

Sechs Burlesken op. 58 Xiayi Jiang &
für Klavier zu vier Händen Reimi Matsuda (Klavier)

PAUSE
Susanne Popp: Komponistenporträt Max Reger
(Fortsetzung)
Klaviertrio e-Moll op. 102
Trio Nokiyo
Na-Young Yoon (Violine)
Yuki Nomura (Violoncello)
Jeong-Eun Kim (Klavier)

2008 1. Max-Reger-Forum Bremen

28.05. - 8.6.2008
in Zusammenarbeit mit dem Max-Reger-Institut Karlsruhe
Weitere Informationen:
HFK Bremen
Das ausführliche Programm finden Sie hier
Im Konzertkalender ein rascher Überblick



Bericht Weserkurier

Genie oder Reaktionär

Ab Mittwoch Veranstaltungsreihe über den Komponisten Max Reger



Von unserem Mitarbeiter Michael Pitz-Grewenig

BREMEN. Max Reger gehört zu den großen Komponisten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Leider hat er jedoch nicht den gebührenden Grad der Anerkennung und Verbreitung gewonnen, der seiner Bedeutung angemessen wäre. Dabei war er einer der meistgespielten Komponisten der Jahrhundertwende, ein Vorreiter der deutschen musikalischen Avantgarde, ein Künstler, der Tradition und Fortschritt zu verbinden suchte. An Auszeichnungen zu Lebzeiten fehlte es nicht. Paul Hindemith verehrte Max Reger, auch Arnold Schönberg schätzte ihn sehr und bemerkte einmal: „ Ich halte ihn für ein Genie". Gleichzeitig galt und gilt Reger als reaktionär.



Regers umfangreiches Werk ist selten in den Konzertsälen präsent. Lediglich sein Orgelwerk erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Reger polarisiert noch immer, einfache musikhistorische Einordnungen wie „ Spätromantik", „Neoklassik" oder „Neubarock" scheinen bei ihm nicht zu funktionieren. Sein Name existiert noch beharrlich am Rande des Bewusstseins, vergessen in dem, was sich mit ihm an kompositorischer Bedeutung und Leistung einmal verband.
Versucht man zu ergründen, warum Regers Musik ein Problem im Konzertbetrieb hat, so funktionieren die gängigen Klischees nicht. Mit Richard Strauss teilte er die Vorliebe für das Wort „ famos". Er sprach von „Dingern" statt von Kunstwerken, und seine Bemerkungen zur Musik waren in Ablehnung eines ästhetischen Geschwätzes nicht weit von Zimmersprüchen kleinbürgerlicher Wohnungen. Zwei Beispiele: „Nur ein wahrhaft frommer Mensch vermag echte Musik zu schreiben"; über Johann Sebastian Bach : „Anfang und Ende aller Musik".
Wen wundert's, dass unsere Kenntnisse über Reger von positiven wie negativen Vorurteilen geprägt sind. Was diese bedeuten, fragt jetzt die Veranstaltungsreihe „Aufbruch in die Moderne", die sich vom 28. Mai bis zum 8. Juni mit dem vielfältigen Werk Regers beschäftigt.

Wie Manfred Cordes, Rektor der Hochschule für Künste Bremen feststellt, ist diese Zusammenarbeit der Hochschule mit dem Haus im Park, der Domgemeinde, den Musikhochschulen Leipzig und München sowie dem Max-Reger-Institut Karlsruhe ganz im Sinne einer interdisziplinären Sichtweise, die in Bremen mittlerweile schon Tra-dition hat. „Spiritus rector" dieser Veranstaltung ist Professor Kurt Seibert. Manfred Cordes: „Es ist dem unermüdlichen Engagement unseres Kollegen Seibert zu danken, dass der Brückenschlag zu anderen kulturellen Disziplinen wie der Literatur und zur Wissenschaft gewagt und damit das gewichtige Oeuvre Regers in seinen zeitgeschichtlichen Kontext eingebettet wird."
Ein umfangreiches Angebot von Konzerten, Vorträgen und Gesprächen soll Zugänge zu der vielschichtigen Welt Max Regers eröffnen. Es gibt also nicht nur zahlreiche Konzerte, sondern auch Vorträge und Lesungen, etwa zu den Werken von Hermann Hesse und Max Brod. Den Abschluss bildet ein „Kulturdinner" im Haus im Park. Der Abend steht unter dem Motto „München um 1900". Serviert wird ein bayerisches Menü und das original „Max Reger-Dunkel" der Brauerei Gambrinus aus der Max-Reger-Stadt Weiden, garniert mit Musik der damaligen Münchner Kulturszene. Man weiß ja, dass Reger den leiblichen Genüssen nicht abgeneigt war. Legendär ist, wenn auch nicht wissenschaft-ich belegt, sein Ausspruch beim Betreten des Restaurants: „Weißwürste bis ich Halt sage!" Vielleicht kann diese Veranstaltungsreihe einen Teil dazu beitragen, die Widersprüche zwischen der äußeren Haltung Regers und seinem Schaffen aufzuzeigen. Wenn dies gelänge, wäre schon viel erreicht.

Bremer Nachrichten 04.06.2008

Max Reger und die Dichter
Susanne Popps Forschungen bereichern drei Gesprächskonzerte

Von unserem Mitarbeiter Michael Pitz-Grewenig

BREMEN. Max Reger gehörte zu den faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Er pflegte nachhaltige Kontakte mit zeitgenössischen Dichtern. Den intensiven Wechselwirkungen waren drei spannende Gesprächskonzerte gewidmet.
Der junge Max Brod, ein Verehrer von Max Reger, hat sein erstes Zusammentreffen mit dem Meister auf dessen Reise nach Prag im Dezember 1910 in seinen Erinnerungen eindrucksvoll dokumentiert. Was aber nicht allgemein bekannt sein dürfte, wie Susanne Popp, Leiterin des Max-Reger-Institu-tes in Karlsruhe, ausführte, ist, dass Brod bei seiner Gestaltung des Tycho Brahe in seinem Roman „Tycho Brahes Weg zu Gott" Züge von Max Reger übernahm. Tycho Brahe und Kepler werden von Brod als Repräsentanten konträrer Denkanschauungen dargestellt. Ob man dies so ohne weiteres auf Reger und Arnold Schönberg übertragen kann, erscheint bei aller Wertschätzung beider füreinander nicht ohne Reiz, ist eher fraglich und diskussionswürdig. Gleichwohl gilt Regers „Introduktion, Passacaglia und Fuge" für zwei Klaviere, op. 96, aus dem Jahre 1906 als ein „ Höhepunkt tonalitätszerstörender Phantasie", wie Schönberg-Schüler Winfried Zillig einst feststellte.
Das Klavier-Duo Kurt und Christian Seibert nahm sich dieses gewaltigen Werks mit Akribie und einem feinsinnigen Strukturbewusstsein an. Was angesichts der exorbitanten technischen Schwierigkeiten kein leichtes Unterfangen war. Ein zeitgenössischer Kritiker sprach von ganzen „ Zentnern massiver Klangklumpen und schotterndem Klangkies", dem sich die Pianisten nach „Zyklopenart" nähern müssten. Kurt und Christian Seibert zeigten durch filigrane klangliche Abstimmung, dass es auch anders geht, musizierten beweglich-linear und kosteten die spannungsvolle Relation zwischen sinnlichem Klang polyphoner Linienführung delikat aus. Christian Bergmann von der Bremer Shakespeare Company rezitierte eindrucksvoll aus Texten von Max Brod.
Eine weitere Station widmete sich bei einem Konzert im Haus der Wissenschaft unter dem Titel „Brüderliche Kunst -jüdische Dichter inspirieren Max Reger" dem Liedschaffen. Auch das eine Terra incognita, von den fast 300 Sololiedern, zumeist nach Texten zeitgenössischer Autoren, sind nur wenige bekannt. Die Problematik der Rezeption dieser Lieder liegt sicherlich nicht nur in den exorbitanten technischen Anforderungen begründet, die diese stellen, sondern vielleicht auch darin, dass die Wahl der Texte zumeist Dichter betraf, deren Werk später als „entartet" verworfen wurde. Goethe und Schiller interessierten Reger weniger, die waren für ihn „auskomponiert". Wer freilich kennt heute noch Ludwig Jaco-bowski, der 1900 mit nur 32 Jahren starb, aber in seinem Roman „Werther, der Jude" eine erschreckend genaue Analyse des Antisemitismus lieferte, verbunden mit einer weitsichtigen Kritik am Kapitalismus und unmoralischen Aktiengeschäften. „Ich bin ein moderner Mensch und damit auch kritisch veranlagt", stellte Reger einmal fest,
und in der Tat kann man dies auch an der Wahl seiner Texte erkennen. Das Besondere dieses Konzertes war neben dem fachkundigen Vortrag von Susanne Popp, die derzeit auch an einer Neuausgabe ausgewählter Reger-Lieder arbeitet, dass Erik Roßbander von der Shakespeare Company neben ausgewählten Texten von Stefan Zweig, Oskar Wiener und Ludwig Jaco-bowski vor dem Liedervortrag die einzelnen Gedichte mit Verve und passender Geschmeidigkeit rezitierte.
Die Sopranistinnen Carina Stöver, Marie Christine Haase, Seong Yeun Ryu und die Mezzosopranistinnen Isabell Marquardt, Nina Böhlke aus den Gesangsklassen von Thomas Mohr, Gabriele Schreckenbach und Mihai Zamfir lieferten mit jungem Timbre und mit agiler Diktion eine erstaunlich eindrucksvolle und temperamentvolle Interpretation ab.

Schweres Sentiment, ironischer und charaktervoller Klavierpart, all das bot eine dankbare Aufgabe für die Pianistin Naoko Marutani. Mit diesem drittem Gesprächskonzert bezog sich Susanne Popp unter Verweis auf Marcel Reich-Ranickis Urteil über diese Dichter, dass diese sowohl Außenseiter als auch typische Repräsentanten einer nichtjüdischen Gesellschaft seien, auf das erste Gesprächskonzert im Haus am Park. Darin ging es um das Verhältnis von Hesse und Reger und die Thematik der künstlerischen Existenz, verifiziert an Hesses Text „Eine Sonate" aus dem Jahr 1906.
Was am Ende dieser drei Konzerte doch nachdenklich stimmte, war die Tatsache, dass es im Zeitalter unserer eigentlich total informierten Gesellschaft noch immer Rezeptionsfilter gibt, die eben genau diese Durchdringung verhindern. Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit von Susanne Popp, deren akribische Forschungen erst diese Konzerte ermöglichten, nicht hoch genug einzuschätzen. Dass man manche Werke der sogenannten 2. Wiener Schule vor dem Hintergrund von Regers Schaffen anders hören muss, ist nur ein Verdienst dieser Reihe.


Beide Artikel wurden mit Genehmigung des Autors eingestellt. proreger.de bedankt sich herzlich!

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100 Jahre DER 100. Psalm Erlöserkirche Bad Homburg

Festkonzert zum 100-jährigen Jubiläum
der Einweihung der Erlöserkirche Bad Homburg
Samstag, 17. Mai 2008, 20.00 Uhr

„Unsere Väter hofften auf dich“



Johannes Brahms Variationen über ein Thema von Joseph Haydn
(1833-1897) für Orchester, op. 56a (1873)

Johannes Brahms Fest- und Gedenksprüche
für achtstimmigen Chor a cappella, op. 109 (1890)

Nr. 1 Unsere Väter hofften auf dich
Nr. 2 Wenn ein starker Gewappneter
Nr. Wo ist ein so herrlich Volk

Max Reger Fantasie über „Halleluja! Gott zu loben“
(1873-1916) für Orgel, op. 52 Nr. 3 (1900)

Max Reger Der 100. Psalm
„Jauchzet dem Herrn, alle Welt!“
für Chor und Orchester op. 106
komponiert April/Mai 1908
(Fassung Hindemith)

Ausführende
Martin Lücker, Orgel
Kammerchor der Erlöserkirche
Bachchor der Erlöserkirche
Orchester aus Mitgliedern des HR-Sinfonieorchesters
Leitung: Susanne Rohn

Auf dem Boden der Tradition stehend Neues schaffen

In einem festlichen Konzert am Jubiläumstag selber, also am 17. Mai 2008, wird mit Meisterwerken, die alle aus wilhelminischer Zeit stammen, und deren Texte dem freudigen Anlass entsprechen, die hundertste Wiederkehr der Einweihung der Erlöserkirche und der wertvollen Orgel von Wilhelm Sauer gefeiert. Dazu konnte der renommierte, weltweit konzertierende Organist Prof. Martin Lücker (Katharinenkirche Frankfurt, Musikhochschule Frankfurt) gewonnen werden. Das Orchester wird aus Mitgliedern des HR-Sinfonieorchesters bestehen. Kammerchor und Bachchor der Erlöserkirche haben in vielen Aufführungen, seit 10 Jahren unter ihrer Leiterin Prof. Susanne Rohn, davor unter den Dirigenten Hayko Siemens und Dr. Hermann Melchert, ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll bewiesen. Für den virtuosen Chorpart von Regers 100. Psalm ist dies auch durchaus notwendig! Die Chorsänger freuen sich auf diese Herausforderung und auf die Gelegenheit, ein wegen seiner musikalischen Schwierigkeiten und seiner großen Orchesterbesetzung (und dem dadurch hohen finanziellen Aufwand) selten aufgeführtes Meisterwerk zum ersten Mal einzustudieren und zur Aufführung zu bringen.

Johannes Brahms und Max Reger sind die zwei wichtigsten deutschen Kirchenkomponisten aus der Zeit der Planung und des Baus unserer Kirche. Obgleich ihr Kompositionsstil, auch wegen des großen Altersunterschiedes von 40 Jahren, sehr unterschiedlich ist, schätzten sich die beiden Musiker überaus. Beide nahmen regen Anteil am politischen Geschehen ihrer Zeit und brachten sich mit ihrer Musik in die Politik ein. Brahms war ein großer Verehrer Bismarcks und begeisterte sich für die Gründung des Deutschen Reiches als einheitlichem Nationalstaat; seine Fest- und Gedenksprüche sind von ihm ausdrücklich für Jubliäen, wie etwa dem Gedenktag der Kaiserkrönung in Versailles, vorgesehen. Reger wiederum sah es als seine Pflicht an, mit Hilfe eines Fonds (er veranstaltete Benefizkonzerte) Familien von Musikern zu unterstützen, die durch den 1. Weltkrieg in Not geraten waren.

Als Gegner der Neudeutschen Schule, die mit einiger Radikalität neue musikalische Formen suchte, schufen Brahms und Reger Neues, indem sie auf die Tradition aufbauten und überkommene Formen weiterentwickelten. In allen vier Werken des heutigen Abends zeigt sich dies – am deutlichsten sicher in den Haydn-Variationen, wo Brahms sich bereits durch die Wahl des Themas ganz klar zur Vergangenheit bekennt. Aber auch seine Fest- und Gedenksprüche in der alten, besonders im Barock gepflegten Form der doppelchörigen Motette passen mit ihrer archaisierenden Musik zu unserem im Stil des Historismus erbauten Kirchenraum. Reger schließlich nimmt in „Halleluja! Gott zu loben“ einen Choral von 1789 auf und lehnt sich in seiner Bearbeitung an die ebenfalls barocke Form der Choralpartita an; sein 100. Psalm für Chor und Orchester, dessen Hauptteil übrigens in den Monaten April und Mai 1908 zum 350. Jubiläum der Universität Jena geschrieben wurde, kombiniert Formelemente der Kantate und der Sinfonie und flicht in der Schlussfuge den Lutherchoral „Ein´ feste Burg ist unser Gott“ in den Orchestersatz ein.

Alle Werke des Programms waren bei ihren Uraufführungen große Erfolge, so dass die künstlerische Leiterin die begründete Hoffnung hat, dass auch die Hörer ein Jahrhundert später sich am Jubel und an der Kraft dieser Meisterwerke begeistern werden.

Susanne Rohn
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Nittenau feiert Joseph Loritz 12.05.08-18.05.08

Die Gemeinde Nittenau feiert Joseph Loritz dieses Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen, darunter zwei Veranstaltungen unter dem Titel ... Von Nittenau zum hohen C – der phänomenale Kammersänger Josef Loritz. Am 12. Mai 2008 um 20.00 Uhr und am 18. Mai 2008 um 16.00 Uhr finden zwei Liederabende mit Gesängen von Carl Loewe und Max Reger statt, bei denen insgesamt u.a. die Sechzehn Gesänge op. 62 von Max Reger zu hören sind. Es singen Peter Schöne (Bariton) und Kirstin Schulz (Sopran), am Klavier begleitet von Boris Cepeda und Naoko Marutani. Beide Veranstaltungen werden moderiert von imrg-Mitglied Professor Kurt Seibert. Vor dem Konzert am 18. Mai wird das von Thomas Göttinger verfasste Buch über Josef Loritz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Text Dr. Jürgen Schaarwächter MRI

> Grußwort und Künstler

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München Mai 2008

Die Münchner Schule und Max Reger -Neuromantik und Moderne um 1900

08./09. Mai 2008 (München, Orff-Zentrum und HfMuT)
Musikwissenschaftliches Symposion in Verbindung mit dem Institut für Musikwissenschaft
der Ludwig-Maximilians-Universität

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Orgelinterpretationskurs

Orgelinterpretationskurs „Max Reger“

Zeit: Montag, 7. Juli 2008
Ort: Kirche St. Martin Arbon/Schweiz
Thema:
Choralgebundene und freie Orgelwerke von Max Reger
Dozent: Prof. Klemens Schnorr, Freiburg i. Br.
Informationen:
Dieter Hubov, Brühlstrasse 100, CH-9320 Arbon,
Tel. 0041/(0)71/ 440 01 91
dieterhubov@bluewin.ch
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1. Adolf-Busch-Violinwettbewerb Köln

01.09.- 12.09.08 leider abgesagt!!!
wie mir am 19.5.08 von der Hochschule Köln mitgeteilt wurde

Hochschule für Musik Köln
Pflichtstück: 2 Sätze aus op.91 Nr.4
Ausstellung des Brüder-Busch-Archivs in Karlsruhe

"Max Reger und die Musikstadt Leipzig"

XIV. Internationaler Kongress der Gesellschaft für Musikforschung
Leipzig 28.9.-3.10.2008 Symposium


>Programm

Veranstaltet vom Max-Reger-Institut, Karlsruhe
Leitung: Susanne Popp (Karlsruhe, DE)

Montag, 29. September 2008

I. Sektion
Premieren für das »hochelegante Leipziger Donnerstagspublikum«
Zu Orchester- und Kammermusikwerken Max Regers,
die in Leipzig ur- und erstaufgeführt wurden

9.00 - 12.00 Uhr
Hans-Joachim Hinrichsen (Zürich, CH):
»eine solche brutale Interesselosigkeit«: das Klavierkonzert f-moll op. 114

Michael Kube (Tübingen, DE):
Ein »Riesenbaby« im Konzertsaal. Zu sinfonischen Konzeption des Violinkonzerts op. 101
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2007 Siegen Hommage an Adolf Busch

Apollo-Theater So | 01.12. | 20 Uhr

Eine sinfonisch-szenische Annäherung
anlässlich des Konzerts von Peter Serkin
mit dem Apollo-Ensemble,
der Philharmonie Südwestfalen
und dem Philharmonischen Chor Siegen
Regie: Magnus Reitschuster
Musikalische Leitung: Lothar R. Mayer

"A survivor from Warshaw" von Arnold Schönberg
Sprecher: Jan Vering
Szenen aus „Busch-Brüder oder Die Heimkehr“
von Magnus Reitschuster
Chaconne aus der Partita Nr. 2 d-Moll von Johann Sebastian Bach
Violine: Sohei Takahata, Konzertmeister Philharmonie Südwestfalen

Übergabe des Apollo-Flügels
Peter Serkin spielt als Erster den neuen Flügel

> Konzertkritik Siegener Zeitung
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Konzert Peter Serkin 02.12.07 19:00
Kooperation mit dem Gebrüder-Busch-Kreis
und dem Freundeskreis der Busch-Brüder

Adolf Busch (1891-1952)
Fünf Variationen über ein eigenes Thema (1920) für Klavier Andante espressivo (9. Juni 1952) für Klavier
Max Reger (1873-1916)
Auszüge aus: „Aus meinem Tagebuch“ op. 82 Allegretto con grazia (Heft II Nr. 1) Adagio (Heft I Nr. 2) Moderato (Heft I Nr. 5) Johann Sebastian (1685-1750)
Bach Capriccio B sopra la lontanza del suo fratello dilettissimo BWV 992 Capriccio B-Dur über die Abreise des geliebten kleinen Bruders Arioso: Adagio. Ist eine Schmeichelung der Freunde, um denselben von seiner Reise abzuhalten Ist eine Vorstellung unterschiedlicher Casuum, die ihm in der Fremde könnten vorfallen Adagiosissimo: Ist ein allgemeines Lamento der Freunde Allhier kommen die Freunde (weil sie doch sehen, dass es anders nicht sein kann) und nehmen Abschied Aria del postiglione: Allegro poco Fuga all' imitatione di Posta Johannes Brahms (1833-1897)
Thema mit Variationen für Klavier (1860)
Von Brahms selber arrangierter 2. Satz des Streichsextetts B-Dur op. 18 (für Clara Schumann)
Johannes Brahms (1833-1897)
Variationen und Fuge B-Dur op. 24 über ein Thema von Händel
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Bayreuth 2007 Bach und über Bach..

Datum:
23.11.2007 - 19:30 Uhr bis 25.11.2007

Bach Projekt Junge Meisterpianisten:
>Von Bach und über Bach...Bach im Spiegel der Nachwelt
ein Projekt der Hochschule für Künste Bremen unter der Leitung von Prof. Kurt Seibert für die Serie Junge Meisterpianisten im Rokokosaal und im Neuen Kammermusiksaal mit fünf Konzerten in drei Tagen.
am 23.11.2007 um 19.30 Uhr
am 24.11.2007 um 16.00 Uhr und um 19.30 Uhr
am 25.11.2007 um 11.00 Uhr und um 16.00 Uhr
Programm s. Konzertkalender bzw. http://www.steingraeber.de/

Veranstaltungsort:
Rokokosaal - Steingraeber & Söhne
Friedrichstr. 2
95444 Bayreuth
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Lüneburg 2006-2009


INTERNATIONALE MAX-REGER-AKADEMIE

Orgelgesamtwerkaufführung in 17 Konzerten 2006-2009
innerhalb des Internationalen Orgelmeisterkurses Max Reger 2007 in Lüneburg
Künstlerische Leitung: Prof. Dr. h.c. Christoph Bossert


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Jakob Fichert in Trier 2007

Jakob Fichert, aus Deutschland stammender Pianist, der aktuell
in Großbritannien lebt, und u.a. bei Prof. Manz studierte, hat ein sehr
schönes Projekt ins Leben gerufen, das die Orgel- , Klavier- und
Kammermusik sowie das Liedwerk Regers umfasst.

Am 16.2.07 fand im neu renovierten Trierer Dom- und
Diözesanmuseum ein bemerkenwertes Geprächskonzert
mit Herrn Fichert statt, das dem Klavierwerk Regers ge-
widmet war. Seine Erläuterungen beleuchteten Regers
Klavierschaffen unterschiedlicher Zeitabschnitte und
Kompositionsgattungen. Der Abend kulminierte in einer
tiefgründigen Interpretation der Bach-Variationen, "dass
förmlich bei der dritten Variation - Grave assai - ein Vorhang
aufgeht und Reger zu improvisieren beginnt ", wie Herr
Fichert es umschrieb.



Sehr interessant war Herrn Ficherts Hinweis auf
Parallelen zwischen Regers Intermezzo Nr.5 op.45 g-moll
und Rachmaninoffs Prelude Nr.2 op.23 cis-moll.
Belege über die Frage, ob Reger dieses 10 Jahre
früher entstandene Werk kannte, gebe es bisher nicht.
Bestärkt würde dieser Gedanke durch einen anderen Ver-
gleich zwischen Rachmaninoffs Toteninsel und Regers
Böcklin-Suite.

Die kommenden Konzerte widmen sich den drei Klarinetten-
sonaten sowie Reger-Lieder mit Christian Immler. Näheres
zu Jakob Ficherts Projekte finden sie auf seiner
Homepage.
A.P.



Programm Jakob Fichert

Homepage Jakob Fichert

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Prof. Seibert Reger-Brahms-Projekt

Klaviermusik von Johannes Brahms und Max Reger

Prof. Kurt Seibert und Studenten der Hochschule für Musik in Bremen
Schwandorf Mo., 26.02 bis So., 04.03.07
http://www.maxregertage.de
Nachlese zum Reger-Brahms-Projekt