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21.4. bis 28.4. 1966 Heiliggeistkirche

Gesamtleitung:
Herbert Manfred Hoffmann

Im Jahr 1966 wurde in Frankfurt/M. zum Gedenken an
Regers 50. Todestag ein Reger-Fest unter der Leitung
von Herbert Manfred Hoffmann veranstaltet. Der Frankfurter
Kirchenmusiker Hoffmann gilt als ausgesprochener
Fachmann für die Orgelwerke Regers, zumal er bei dem
Reger-Schüler Herrmann Poppen (1885-1956) in Heidelberg
studiert hatte.
Der Erfolg dieser Veranstaltung sowie die überaus positive
Resonanz bei Publikum und Kritik führte zu weiteren Max-
Reger-Tagen in Frankfurt in den Jahren 1967 und 1968.



Biographie

Herbert Manfred Hoffmann, geboren 1930 in Brieg/Schlesien,
erhielt seinen ersten Orgelunterricht bei Max Drischner in
Brieg und Johannes Piersig in Breslau. Nach Abschluss der
A-Prüfung 1948 in Heidelberg war er 1950/51 Kirchenmusiker
in Weinsberg bei Heilbronn. Seit 1951 ist er als Kirchenmusiker
in Frankfurt am Main tätig. 1953 wurde er Kantor und Organist
an der Emmauskirche in Frankfurt und 1978 Kirchenmusiker
beim „Evangelischen Regionalverband“ an der Heiliggeistkirche.
1952 gründete er den Oratorienchor „Frankfurter Kantatenkreis“.
1966 initiierte er die „Frankfurter Max-Reger- Tage“ und 1978




die „Frankfurter Orgeltage“. Seit 1979 ist Herbert M. Hoffmann Vorsitzender des „Kirchenmusikvereins
Frankfurt am Main e.V.“. Internationale Konzerttätigkeit (Nordamerika, Frankreich, Italien,Ungarn,
Slowakei, Österreich, Polen, Schweiz, Kroatien). Zahlreiche Schallplatten- und CD-Einspielungen.
Text mit freundlicher Genehmigung durch H.M. Hoffmann
http://www.kmv-frankfurt.de/HMH/starthmh.htm

Die Orgel



Kritiken 1966

„Mit einem fanatischem Einsatz...... Zyklus von vier Abenden,...satztechnisches Dickicht (wird)
unter HMH souverän ordnenden Händen so einleuchtend und hinreißend, dass in diesen Orgelerlebnissen Regers eigene Briefäußerung widerlegt zu sein scheint: „ Ich komme mit meiner widerhaarigen Schreibweise den Leuten nicht entgegen.“ ch.
( Zeitung unb.)

FAZ 23.4.66
...eine brillante Virtuosität auf Manual und Pedal...Sinn für durchsichtige und abwechslungreiche Registrierungen ....



AZ Datum?
...Regers Orgelmusik stellt sich..
....H verfügt über ein hohes Maß an Virtuosität und einen Sinn, der die geballten Klangsäulen klug disponiert... Die rhythmische Genauigkeit von Hoffmanns Manual- und Pedalspiel übertrifft aber den Standard bei weitem.... R.O.

Neue Presse NP 26.4. ?
..die Choralfantasie „Halleluja“ , von Karl Straube „die Krönung Regers Schaffen“ genannt, in der Registrierung überwältigend .... dokumentierte H nochmals seinen führenden Rang in der Reger-Renaissance...Der Zuwachs an Reger-Freunden dürfte beträchtlich sein. ch.

Frankfurter Rundschau FR 28.4.66
....in diesen Höhepunkten blühte auch der Klang des Kantatenkreises so prächtig auf, dass man für die Reger-Intensität diese vorzüglichen Chors und seines Dirigenten nur noch Dank wusste... fu.

FR ?

...“Und wenn die Welt voller Teufel wär“ , dem Organisten Hoffmann würde es dennoch gelingen...Von Hoffmann interpretiert, wird Regers Schaffen ...seiner stilistischen Problematik ledig und reicht zeitgenössischer Bemühung um musikalische Form die Hand. So waren die Regerkonzerte eine dem Fortschritt zugewandtes Gedenken. fu.

Weitere Regerkonzerte H.M. Hoffmann 1966

Lüneburg 1966: Buxtehude, Kellner, Bach, Mozart, Reger: Ein` feste Burg ist unser Gott

...großartig gestaltete sich die den Abend beschließende Interpretation der Reger-Fantasie...die dynamischen Elemente waren hinreißend herausmodelliert...In der machtvollen, kühnen Gesamtkonzeption gewann das Spiel die eindringliche Kraft eines klingenden Bekenntnisses.
E. Tilgner Landeszeitung

Bad Ems Nov. 1966:
Bach, Kellner, Reger: Orgelmesse, Fantasie und Fuge “Wachet auf, ruft uns die Stimme“

...Daß diese perfektionierte Technik nicht leblos wirkt, dafür sorgt sein Temperament und sein positive Einstellung zum Kunstwerk, die jeder Motorik und Seelenlosigkeit abhold ist. An seinem Spiel negative Kritik üben zu wollen, hieße in übler Weise beckmessern. –o-
... wenn man sein Spiel hört, wird man ohne Zögern in die Laudatio einstimmen dürfen. Der junge Organist musiziert einfach perfekt, da muss jede Kritik verstummen...

Programm 1966

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Max-Reger-Tage Frankfurt Mai 1967:

4 Konzerte mit folgenden Werken:
Vier Responsorien, O Tod wie bitter bist du op.110,
Acht Geistliche Gesänge op.138, Fantasien über B-A-C-H und Ein feste Burg,
Choralkantaten Meinen Jesum laß ich nicht und O wie selig seid ihr doch,
Choralfantasien Wachet auf, ruft uns die Stimme, Wie schön leucht`t der Morgenstern, Halleluja, Gott zu loben, bleibe meine Seelenfreud,
Scherzi aus op. 47, 59, 80, Capriccio op. 69, Sonate op.60,
Toccata und Fuge op.129, Lyrisches Andante, Ostern, Passion op.145

Frankfurter Kantatenkreis, Junge Kantorei, Joachim Martini, Kammerorchester,
HMH Orgel, Alfred Breith Violine, Hans Eurich Viola, Jutta Grimm Orgel

FR 25.5.67
...Beim letzten der Reger-Tage kam uns eindringlich zu Bewusstsein, wie wenig die Erinnerung an den Meister, just hier in Frankfurt, eben nur ein Gedenken ist, eine Geste musikhistorischer Höflichkeit sozusagen- wie sehr statt dessen lebendiges Gedächtnis, das den auch hierorts, wo Reger wiederholt zu Gast war, nie ganz abbrach oder erlosch. Erwin Kester

Oppenheim 24.9.1967 Katharinenkirche

Max-Reger-Tage Frankfurt Mai 1968:

folgt

CD-Tip: Organo con Brio Walcker-Orgel Heiliggeistkirche 2007

links:

KMV Frankfurt

Andrea Wölbing : Anläßlich des Festaktes zum 50jährigen Bestehen des Frankfurter Kantatenkreises
in Gegenwart der „Freunde der Kirchenmusik„ am 16. November 2002